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Eine Fokussierungsübung
als Erste Hilfe


Es gibt Momente, da vermag man in Folge massiven Stress im Nervensystem nichts entscheiden, nicht einmal entscheiden, ob man beispielsweise diese Notfall-Beratung oder die Krisenvorbereitung buchen sollte. Alles verschwimmt plötzlich vor Augen, im Kopf dröhnt es. Man fühlt ansonsten nahezu nichts. Die Stimme der Intuition schweigt.

Es ist wichtig zu verstehen, dass dies Ausdruck von hoher Belastung des eigenen Nervensystems ist, und diese Belastung können wir zu jeder Zeit, auch im größten Aufruhr, Schritt für Schritt herunterfahren. Wir bedienen uns in dieser Übung dreier Zusammenhänge:

1) Der Beobachtung unseres Atems.
2) Das Erspüren des uns Halt gebenden Bodens.
3) Die gestalterische Macht unserer Vorstellung.

Beginnen wir, und wichtig für das Nervensystem ist es, dass wir jetzt Pronomen wie ICH und DU verwenden. Los geht's mit einer kleinen Übung, die so gut wie immer und überall funktionieren sollte.


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Eine Ruheinsel finden


Suche einen Platz in deinem Umfeld, an dem du für einige Momente Ruhe hast. Schließe Fenster, um Lärm von der Straße zu dämpfen. Ziehe Vorhänge vor, um Licht zu dämpfen. Zünde vielleicht eine Kerze an oder stelle eine gemütliches Licht aussendende Lampe an. So signalisierst du dir, dass hier und jetzt keine akute Gefahr droht. Ziehe, falls noch nicht geschehen, deine Schuhe aus.

Halt erfahren


Schreite barfuß oder auf Strümpfen langsam durch diesen Raum. Bleibe einen Moment stehen. Spüre den Boden unter deinen Füße. Spüre, dass dich der Boden hält. Du kannst dich auf die Stabilität und Tragfähigkeit des Bodens verlassen. Er gibt di die Sicherheit des Halts.

Setze nun bewusst und ganz langsam Schritt vor Schritt. Spüre, wie du den einen Fuß vom Boden abhebst, während der andere Fuß fest auf dem Boden steht, wie der Fuß wieder aufsetzt, tastend, Halt findend und wie du den anderen Fuß nachziehst und dann wieder fest und sicher auf dem Boden stehst und vom Boden getragen und gehalten wirst.

Mache diese Geh-Übung einige Minuten lang. Sie signalisiert deinem Nervensystem etwas unschätzbar wertvolles: Es ist hier und jetzt in Sicherheit.

Beobachte den Atem


Setze dich nun auf einen Sessel oder Stuhl. Komm so gut es geht zur Ruhe. Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Beobachte, wie er an deiner Nasenspitze von ganz allein einströmt und wieder ausströmt. Beachte einfach, wie dein Atem kommt und geht, kommt und geht.

Mache diese Übung einige Minuten lang. Sie signalisiert deinem Nervensystem etwas unschätzbar wertvolles: Du lässt los und übergibst das Ruder an deinen Körper, der nun sofort beginnt, sich neu zu sortieren und neu zu ordnen. Und noch etwas. Hast Du bemerkt, dass deine Gedanken gerade nicht im Dauerlauf um das Problem gekreist haben, welches dich akut gefangen gehalten hat? Auch wenn es kaum zu glauben scheint, du erkennst, dass du selbst bestimmen kannst, auf was du deine Aufmerksamkeit richtest.


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Stell dir vor


Bleib noch einen Moment sitzen. Spüre den Halt des Stuhls oder Sessels, spüre den Boden unter deinen Füßen. Beobachte, wie der Atem kommt und geht.

Erinnerst Du dich an einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, den du beobachtet hast? Ganz allein mit dir und der Natur? Rufe für einen Moment diese Bilder wach und spüre, wie gut diese Erinnerung tut. Es spielt keine Rolle, wie lang das her ist. Wenn du dich erinnerst, holst du diese Vorstellung ins Jetzt. Stell dir vor. Jeden Tag geht die Sonne auf und jeden Tag geht sie unter, und dann folgt nach der Nacht ein neuer Sonnenaufgang. Auch darauf ist Verlass.

Mit diesem Eindruck, dass du selbst entscheiden kannst, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, dass Du Halt und Sicherheit findest, spüre in dich hinein.

Ich wünsche dir eine gute Zeit.

Wenn es dir nun hilfreich erscheint, dich von einem meiner Beratungsangebote unterstützen zu lassen, mach nun den nächsten Schritt. Wir sprechen uns dann in Kürze persönlich.
Kontaktiere mich für ein kostenfreies schnelles Vorgespräch.



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